REISEN – Tipps für die nordwestliche Küste Dänemarks

REISEN – Tipps für die nordwestliche Küste Dänemarks

Im August habe ich eine Woche mit meiner Familie in Dänemark verbracht. Wir hatten ein typisch dänisches Ferienhaus aus Holz. Eine große Terrasse, einen Whirlpool und eine Sauna. Dieses Mal waren wir ziemlich weit im Norden an der Nordseeküste. So weit im Norden war ich noch nie in Dänemark. 
Da ich finde, dass der Urlaub immer sehr wetterabhängig ist, habe ich gehofft, dass wir wenigstens ein paar gute Tage haben. Im Norden weiß man das ja immer nicht so genau, wie es jetzt letztendlich wird. Aber wir hatten Glück und hatten die Hälfte der Tage Sonnenschein und blauen Himmel. Die anderen Tage war es sehr bewölkt und viel kälter, aber wenigstens hat es nicht den ganzen Tag durchgeregnet, sondern es gab nur ab und zu ein paar Schauer. Da das Wetter mitgespielt hat, konnten wir ziemlich viel unternehmen. Meinte Tipps möchte ich gerne mit euch teilen, damit ihr auch diese wunderschönen Ecken von Dänemark erkunden könnt. 

 

Alle Tipps die ich hier vorstelle sind kostenlos. Es wird nur ein Auto benötigt.

 


Blokhus nach Løkken

 

Wusstet ihr, dass man in Dänemark mit dem Auto am Strand lang fahren kann? Ich wusste es auf jeden Fall nicht.
Ich kannte sowas nur von Fraser Island in Australien, wo wir mit einem 4×4 Wagen die Insel erkundet haben, aber in Dänemark kannst du auch mit deinem ganz normalen Auto durch den Sand fahren. Ich war auf jeden Fall total beeindruckt und kann euch die Strecke von Blokhus nach Løkken am Strand sehr empfehlen. 15 km fährt man zwischen Nordsee und Dünen entlang und kann die Aussicht windsicher im Auto genießen. Wer den Tag oder auch nur ein paar Stunden dort am Strand verbringen will, parkt sein Auto einfach ein bisschen an der Seite und schon kann man Richtung Wasser laufen. Das Praktische dabei ist, dass das Auto als Windschutz dient, denn der Wind dort ist schon ziemlich stark. Mein absolutes Highlight im Urlaub war, mit dem Auto abends an der Strand zu fahren und den Sonnenuntergang aus dem Auto zu genießen, ohne gleich zu erfrieren. Eine absolute Empfehlung!

 

 

 


Løkken

 

Mein nächster Tipp ist die Stadt Løkken. Eine super süße Stadt direkt hinter den Dünen. Es gibt viele kleine Geschäfte und Boutiquen und auch ein paar Restaurants zu entdecken. Wir sind dort ein bisschen durch die Stadt gebummelt, haben uns was beim Bäcker geholt und meine Mama und ich waren auf der Suche nach einer neuen Regenjacke, falls das Wetter doch noch schlechter werden sollte. Zum Glück haben wir beide was gefunden. Dort gibt es nämlich auch ein paar Geschäfte mit Sport- und Multifunktionskleidung, welche super Angebote hatten. Insgesamt ist die Innenstadt sehr süß aufgebaut, es ist eine schmale Straße an der sich die Geschäfte aneinanderreihen. Die Häuser sehen alle individuell aus und jedes hat seinen eigenen Charme. Also wenn ihr in der Gegend seid, macht unbedingt einen Stopp in Løkken.

 

 

 


Rubjerg Knud Leuchtturm

 

Wer an Dänemarks Nordwestküste ist, sollte den Rubjerg Knud Leuchtturm auf keinen Fall verpassen, denn es wird vermutet, dass der Leuchtturm bis 2020 ins Meer stürzend wird. Der Leuchtturm befindet sich nämlich auf einer riesigen Wanderdüne, welche sich ca. 50m über dem Meeresspiegel befindet. Durch die starken Erosionen wird der Leuchtturm durch die Düne immer weiter abgetragen und das Haus, welches früher neben dem Leuchtturm stand, ist schon total im Sand versunken. 
Das ist echt ein beeindruckender Anblick, wie stark die Gewalt der Natur ist. Von dem Haus sieht man teilweise nur nich die Umrisse, ein paar Mauern, ein Teil eines Fensters, Kabel die aus dem Sand rausgucken und herumliegende Steine. Am Ende der Düne liegt die Steilküste, welche durch Felsen geformt ist und wo es ziemlich steil ins Meer runter geht. Auf dem Leuchtturm befindet sich außerdem eine Aussichtsplattform. Ich würde dort auf jeden Fall gerne noch einmal vorbeischauen, vor allem, weil sich das Bild dort ständig verändert. 

 

TIPP: Auf jeden Fall eine Jacke anziehen, denn dort ist es IMMER SEHR windig!

 

 

 


Lönstrup

 

Lönstrup ist die nächste kleine Stadt vom Rubjerg Knud Leuchtturm. Dieses Städtchen kann ich für alle empfehlen, die auf der Suche nach individueller und super schöner Keramik sind und auch mal etwas tiefer in die Tasche greifen wollen/können. Am besten haben mir die Sachen in der Galleri Dorte Visby og Dorte Visby Keramik gefallen. Wenn man von dort weiter Richtung Meer fährt, hat man nochmal eine richtig tolle Aussicht auf den Leuchtturm. Außerdem hat man, wenn man den Strandvejen bis zum Ende durchfährt einen super Ausblick über das Meer und die Fischerboote. 

 

 

 


Skagen

 

Skagen befindet sich ganz im Norden an der Spitze von Dänemark. Wie alle Städte, welche ich bisher empfehlen konnte, ist Skagen super süß und schön, aber etwas größer, als die anderen Städte. Es gibt dort wieder viele kleine Läden und Restaurant. Außerdem gibt es auch einen recht großen Hafen mit vielen Segelschiffen und ab und zu bekommt man auch ein Kreuzfahrtschiff zu Gesicht. Am Hafen gibt es vor allem viele Fischrestaurants mit frischem Fisch, welche wirklich direkt am Wasser liegen. Mein Bruder wollte zum Beispiel Fish & Chips bestellen, welche aber gerade nicht erhältlich waren, weil der Fischer mit dem frischen Fisch noch nicht wieder da war.
Skagen hat nicht nur sich als Stadt zu bieten, sonder man erreicht von dort auch die nördlichste Spitze von Dänemark. 

 

 

 


Top of Denmark

 

Die Spitze von Dänemark liegt ganz im Norden. Das Besondere ist, dass Nordsee und Ostsee sich dort treffen und die Wellen aus beiden Richtungen gegeneinander schwappen. Um den nördlichsten Punkt zu erreichen, muss man vom Parkplatz noch über die Dünen und dann ein paar Kilometer am Strand lang laufen. Am Strand sieht man überall noch die Reste der deutschen Bunker, welche teilweise im Sand oder im Meer versinken.
Für Menschen die nicht die Möglichkeit haben so lange oder überhaupt im Sand zu laufen, gibt es einen Shuttle. 

Als wir dort waren, war richtig gutes Wetter und die Meere waren sehr ruhig.  Dafür waren aber auch ziemlich viele andere Touristen da und es war schon ein bisschen überfüllt. An der Spitze angekommen, ist es echt beeindruckend zu beobachten, wie die Wellen aus verschiedenen Richtungen kommen und sich gegenseitig ausbremsen und verschmelzen. Wenn man auf den Fotos genau hinguckt erkennt man sogar die Wellen aus den verschiedenen Richtungen. 

 



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