Nachhaltigkeit – Unsere Erde, unser Plastikimperium

Nachhaltigkeit – Unsere Erde, unser Plastikimperium

 

1955 wird Plastik noch damit beworben, dass man es einfach wegwerfen kann und dann ist es auch verschwunden.
Aber was heißt verschwunden? – Es kann sich ja nicht einfach in Luft auslösen.
Es ist verschwunden aus unserem Sichtfeld, aus unserer Umgebung, aber es ist nicht verschwunden von unserer Erde.

Durch die plasticfreejuly – Challenge, habe ich mich die letzten Wochen immer mehr mit dem Thema Plastik beschäftigt. 
Ich habe Dokumentationen geguckt, Magazine und Beiträge gelesen und angefangen mir selber Gedanken zu machen. 
Das Wissen, dass Plastik nicht gut für unsere Umwelt ist, das war schon länger da. Aber sich wirklich mit dem Thema beschäftigt, auseinandergesetzt und versucht etwas zu ändern, das habe ich erst seit Anfang Juli.


Es ist erschreckend, wie stark sich unser Plastikkonsum in den letzten Jahrzehnten verändert hat.
Im Jahr 1950 wurden weltweit 2.3 Mio. Tonnen Plastik produziert, im Jahr 1993 waren es schon 162 Mio.Tonnen und 2015 waren wir bereits bei 448 Mio. Tonnen Plastik angekommen.

 

Vom gefeierten Wegschmeiß – Material zum gesundheitsgefährdenden Müll für unsere Umwelt und auch für uns selbst.

 

Jährlich gelangen rund 13 Mio. Tonnen Plastik in unsere Weltmeere.
Davon kommen ca. 20% von den Handelsschiffen und der Fischerei. Die restlichen 80% kommen von uns Menschen an Land.
Denn das meiste Plastik wird über die Flüsse vom Landesinneren ins Meer transportiert.

Von dem Plastikmüll im Meer werden ca. 15% ans Ufer gespült, ungefähr weitere 15% treiben in sogenannten Müllstrudeln durch unsere Ozeane und ganze 70% sinken auf den Meeresboden, wo man gar nicht mehr an sie ran kommt.

 

„Der Müll am Strand ist quasi nur die Spitze des Eisbergs“ ( Mario Rodwald – Kite Europameister )

 

Bis 2025 wird Studien zufolge wahrscheinlich 10x mehr Plastik ins Meer gekippt als heute. 2050 soll es mehr Plastik als Fische im Meer geben. 

Wie können wir so mit unserem Planeten umgehen auf dem wir nur zu Gast sind?
Wir sind nur für eine bestimmte Zeit auf dieser Erde und hinterlassen sie, wie eine große, unsortierte Mülldeponie. 

Wie können ca. 13 Mio. Tonnen Plastik pro Jahr in unsere Ozeane gelangen, wo andere Lebewesen leben und sich ernähren ?

Wir sind zu einem Plastikimperium herangewachsen.
In den letzten 10 Jahren wurde mehr Plastik produziert, als im gesamten letzten Jahrhundert.
238 Mio. Liter Öl werden jährlich für die Herstellung von Plastikflaschen alleine in den USA benötigt.
Diese Plastikflaschen werden zu 90% nur ein Mal verwendet und ganze 38 Mio. von diesen Flaschen werden jährlich wieder weggeworfen.
Jede Person auf diesem Planeten wird dieses Jahr 136 kg Einwegplastik verbrauchen.
Und nur ein Bruchteil von dem gesamten hergestellten Plastik wird wieder recycelt.

 

Es wird geschätzt, dass Plastik ungefähr 450 Jahre braucht, um sich zu zersetzen. Im Vergleich dazu braucht Papier nur ein paar Monate um sich biologisch abzubauen.
Also ist jedes Plastikstück, welches jemals produziert wurde noch auf unserer Erde!

 

Plastik, welches im Ozean landet,  zerfällt mit der Zeit, der Einwirkung der UV-Strahlung, Wellen und Salz in Mirkoplastik.
Denn es kann sich nicht biologisch abbauen, es zerfällt einfach in noch kleinere Teile.

Diese kleinen Teile werden von Vögeln und Fischen gefressen, weil sie es mit ihren Futter verwechseln.
Fische, welche auch später bei uns auf dem Teller landen. 

Die größeren Plastikteile, werden z.B. auch von Walen gefressen, welche durch das Plastik im Magen keine Nahrung mehr aufnehmen können und qualvoll verhungern.
Genauso ist es bei den Vögeln, Fischen und sonstigen Meeresbewohnern. 

 

„The animals of the world deserve a blue ocean, not that sort of shit“ ( A plastic ocean – Netflix ) 

 

 



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